Ritter had a different view than Backeberg in several instances.
The following was published on pages 38-39 in
Friedrich Ritter (1958)
"Die von Curt Backeberg in " Descriptiones Cactacearum novarum " veröffentlichten
Diagnosen
" n e u e r " peruanischer Kakteen nebst grundsätzlichen Erörterungen über taxonomische und nomenklatorische Fragen."
Friedrich Ritter Verlag, Hamburg.
p. 38
Trichocereus tarmaensis Rauh & Bckbg. und Trichocereus puquiensis Rauh & Bckbg. sind als synonym mit Trichocereus knuthianus Bckbg. 1937 anzusehen. Alle drei wiederum sind nur eine etwas geringer bestachelte Varietät von Trichocereus cuzcoensis Br.& R. Wenn Bckbg. von Trichoc. puquiensis Differenzen angibt gegenüber Trichoc. cuzcoensis, so sind diese kaum zutreffend, z.B. Trichoc. puquiensis hätte grössere Rippenzahl. In meinen Notizen, an Ort und Stelle gemacht, findet sich die Rippenzahl von Bckbg.'s Trichoc. puquiensis verzeichnet zu 8 - 10, von Backeberg's Trichoc. knuthianus, verzeichnet bei Mejorada, zu 7 - 10, von Trichoc. cuzcoensis, verzeichnet bei Cuzco, zu 6 -10. Die Eigenschaften sind eben variabler als Bckbg. angibt, und man kann nicht, wie es Bckbg. fortwährend tut, die Merkmale, die an einem Einzelstück oft nur zufällig sein können, ohne jede Vergewisserung einfach als die für jene Art gültigen Merkmale erklären, um auf diese Weise gegenüber zufälligen Unterschieden an anderen Einzelstücken Artdifferenzen zu konstruieren. Um Arten zu beschreiben, welche anderen ähnlich sind, muss man zuvor die Variationsbreite derselben kennen, um sich zu vergewissern, ob sie wirklich gegeneinander abgrenzbar sind, was man nur durch Feldarbeit ermitteln kann. Ich setze somit:
Trichocereus cuzcoensis var. knuthianus comb, nov. pro Trichocereus knuthianus Bckbg. 1937 Sukkulenta: 42, syn. Trichoc. tarmaensis Rauh & Bckbg., Trichoc. puquiensis Rauh & Bckbg., Trichocer. tulhuayacensis Ochoa sp.n.; letztere ist eine rosablühende Variante, veröffentlicht von Backeberg im Juliheft 1957 der Monatsschrift der D.K.G.
Trichocereus santaensis Rauh & Bckbg. Die Diagnose trifft auf viele Exemplare von Trichoc. peruvianus zu, man wird den Namen als synonym zu setzen haben.
Trichocereus chalaensis Rauh & Bckbg., angeblich von den Küstenhügeln bei Chala. Ich kenne die Gegend von Chala sehr gut seit Jahren und habe sie tagelang zu Fuss durchstreift. Einen Trichocereus gibt es dort nicht, und Trichocereus-Arten, welche derartiges Gepräge tragen, wachsen überhaupt nirgends [p. 39] im Küstengebiete, sondern nur in den höheren Kordilleren. Anscheinend wurden Fundortzettel durcheinandergebracht. Die Diagnose trifft etwa auf Trichocereus cuzcoensis zu;. n.d.d.
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